Shopify

Das seit Mai 2015 an der Börse notierte E-Commerce-Unternehmen Shopify hat seinen Firmensitz im kanadischen Ottawa. Nach wie vor ist Nordamerika der bedeutendste Absatzmarkt. Während der COVID-19-Pandemie gelang es dem Unternehmen, zunehmend international Kunden zu gewinnen. Eigenen Angaben zufolge nutzen im Jahr 2022 mehr als eine Million Unternehmen Shopify, um ihre Produkte zu verkaufen. Shopify ermöglicht einerseits Veröffentlichung und Verwaltung eines Onlineshops. Andererseits bietet Shopify dem Shopbesitzer Unterstützung im Fall technischer Anliegen. Der zugehörige Editor ist so benutzerfreundlich gestaltet, dass auch Ungeübte das Design der Website wie gewünscht ändern können. Zusätzliche Funktionen und Apps lassen sich zumeist integrieren, ohne die Hilfe eines Supportmitarbeiters anzufordern.

Was hat Shopify zu bieten?

Diejenigen, die sich für Shopify entscheiden, finden ein umfassendes Angebot an Designvarianten vor. Eine Livevorschau dient dazu, direkt beurteilen zu können, ob alles stimmig ausgewählt und angeordnet ist. Sehr praktisch ist zudem, dass es jeweils eine Android- und iPhone-App gibt, um gegebenenfalls unterwegs den Onlineshop zu verwalten. Gut nutzbare Vorlagen sind zum Beispiel für die Kategorien Mode, Kunst und Essen vorhanden. Für die Präsentation der Produkte kann man unter neun kostenfreien Themes wählen – von ganz schlicht über elegant bis hin zum modernen Theme für umfangreiche Sortimente.

An SEO-Funktionen ist das vorhanden, was für Onlineshops gängig ist. Grundsätzlich sind die Bezeichnungen aber auf Englisch vorgegeben und nicht durch deutsche Wörter zu ersetzen. Als Basisfunktionen umfasst Shopify die eigentliche Produktpräsentation (insbesondere in Form von Fotos und Videos), die Zuordnung in Produktvarianten (bis zu drei Merkmale), den Warenkorb und die Vergabe von Artikelnummern. Falls vom Shopbesitzer benötigt, kann eine App aktiviert werden, die dem Kunden-Feedback dient.

Service für Käufer und Verkäufer

Shopify sieht einen Login Bereich für Kunden vor, wahlweise ist aber auch die Bestellung als Gast möglich. Nach einmaliger Registrierung werden bei darauffolgenden Logins die Kontaktdaten automatisch erstellt. Um den Datenschutzanforderungen zu genügen, erfolgt die Verarbeitung der Kunden- und Zahlungsdaten per SSL-Verschlüsselung. Die Bezahloptionen, die Shopify anbietet, sind die gängigsten – nämlich Kreditkarte, PayPal, AmazonPay und Überweisung. Da Gutscheine und Rabatte Kundenmagneten sind, können Shopbetreiber diverse Gutscheincodes erstellen.

Der Shopify Service für den Verkäufer sieht vor allem Unterstützung bei der Verwaltung des Shops vor: Der Lagerbestand wird fortlaufend aktualisiert, die Software ermöglicht den Im- und Export von Produktdaten, den Export von Bestelldaten sowie E-Commerce-Analysen (beispielsweise Bestellberichte). Support bei Fragen und Problemen bietet Shopify in Form eines FAQ-Bereichs, per E-Mail, Twitter oder im Forum. Einen Chat-Support gibt es ausschließlich in englischer Sprache.

Wie funktioniert Shopify Dropshipping?

Dropshipping macht Shopify möglich, indem die App Oberlo zur Verfügung steht. Oberlo fungiert zu diesem Zweck als virtuelles Waren- und Lagerhaus. Ein Shopbetreiber, der sein Angebot erweitern möchte, ohne zunächst selbst Ware beschaffen und lagern zu müssen, kann bei Oberlo suchen: Tausende an Marken und noch mehr Produkten – etwa der Kategorien Mode oder Elektronik – sind verfügbar. Mit wenigen Klicks wählt der Händler die Wunschartikel aus und fügt sie dem eigenen Onlineshop hinzu. Bei Verkauf dieser Produkte versendet der Lieferant direkt an den Endverbraucher und der Händler bezahlt den Lieferanten erst nach Zahlungserhalt. Der Gewinn durch den zuvor festgesetzten Preisunterschied gehört dem Shopbetreiber.

Die Preise von Shopify

Wer zunächst einmal einen Probelauf starten möchte, um zu testen, ob Shopify für seine Zwecke die richtige Wahl ist, kann Shopify 14 Tage lang kostenlos ausprobieren. Sobald man sich für die längere Nutzung von Shopify entscheidet, fallen Kosten an. Das Unternehmen unterscheidet drei Tarife: Basic Shopify, Shopify und Advanced Shopify. Die Basisvariante für 27 Euro monatlich wendet sich an Händler, die kleine Shops haben oder persönliche Verkäufe umsetzen möchten. Hier kommen pro Transaktion 2 Prozent Gebühr hinzu. Die Standardvariante Shopify (79 Euro monatlich) ist gut geeignet für Shops mittlerer Größe, die im Wachsen begriffen sind. Die Transaktionsgebühr beträgt 1 Prozent. Advanced Shopify schließlich ist die umfangreichste und mit 289 Euro monatlich auch die teuerste Variante. Die Gebühr pro Transaktion liegt bei 0,5 Prozent). Für den Einsatz von Shopify Lite werden 8 € pro Monat fällig. Dieser Zusatz erlaubt es, eine Website oder einen Blog um Produkte zu ergänzen und Kreditkartenzahlungen zu gewähren.